Martin Oetting hat in seinem Blog-Beitrag “Das Gesetz des Schulhofs” etwas Bemerkenswertes geschafft: Er erklärt Social Media in einer kurzen, einfachen Analogie, so dass jeder es sofort versteht. Am besten passt die Erklärung meiner Meinung nach auf Twitter, das Leute üblicherweise gar nicht verstehen, wenn sie nicht selbst schon eine Weile in Twitter unterwegs sind (und selbst von denen haben es viele noch nicht richtig verstanden).

Insofern: Vielen Dank für den Beitrag, der sicher Vielen helfen wird, die Vorträge zu Social Media halten müssen und sich immer schwer tun, das Phänomen erst einmal kurz und bündig zu beschreiben, ohne dabei die Hälfte der Zuhörer schon in den ersten Minuten zu verlieren.

Ganz nebenbei spricht der Beitrag auch noch ein paar andere Wahrheiten gelassen aus, die vor allem Medienschaffenden aus den klassischen Medien natürlich nicht gerne hören. Zitat: “Die Ansagen auf der Lautsprecheranlage verkommen allmählich zu einer Art lästigem Hintergrundgeräusch - obwohl immer wieder auch durchaus Wichtiges dazwischen ist.” - Wer sich auf seiner TV-Fernbedienung mal bis Kanal Nr. 68 durchgearbeitet hat, versteht, was Martin Oetting damit vermutlich meint ;-)

30. Juni 2009, 12:57 Uhr

Die Bouce Rate ist normalerweise etwas, das man auf einer Website so niedrig halten will wie möglich - da kommen User über einen Suchmaschine und gehen sofort wieder, weil sie nicht finden, was sie erwartet haben. Ärgerlich, denn diese User sind verloren und bringen mir nichts.

Backbutton verdient Geld

Geld verdienen mit dem Back-Button

Geld verdienen mit dem Back-Button

Bisher jedenfalls, denn ich bin auf ein cooles Advertizing-System gestoßen (namens Exit Junction), bei dem sich dieser Exit-Traffic monetarisieren läßt - und zwar ohne “normale” User der Website zu stören, weil diese davon nämlich gar nichts mitbekommen. Entsprechend ist der Dienst auch mit Google Adsense kompatibel, weil gar keine Werbung direkt auf den Seiten erscheint.

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13. April 2009, 9:56 Uhr

Wie Gawker berichtet (”Times Nukes Itself On Google“), hat die New York Times (NYT) bei der Einstellung der Website der International Herald Tribune (IHT) einen möglicherweise verheerenden Fehler gemacht: Das Ziel war, die IHT-Website aus Kostengründen einzusparen und mit der Website der New York Times zusammenzulegen. Gute Idee, prinzipiell auch nicht riskant. Aber eben nur, wenn man die alten IHT-Seiten per 301-Redirect auch auf die richtigen (=Content-gleichen) NYT-Seiten umleitet. Das ist dort auch nicht schwierig, weil die International Herald Tribune und die New York Times im Wesentlichen ohnehin ihren Content brüderlich miteinander teilen. Schließlich gehören sie zum selben Konzern.

Statt dessen führt der 301-Redirect von der ehemaligen IHT-Seiten aber generell auf eine einzige NYT-URL. Aus einer Million Listings bei Google wir mal schnell nur noch einer. Unglaublich, dass so ein Fehler in einem großen Konzern wie der New York Times passiert. Vielleicht schaffen es die Techniker ja noch, wenigstens etwas zu retten, indem sie die Redirects jetzt noch schnell korrigieren; dann hat Google vielleicht Mitleid mit der krisengebeutelten Zeitung.

31. März 2009, 15:02 Uhr

Man nehme eine etablierte Website (Techcrunch), erlaube einem Professor mit gut klingender Job-Beschreibung einen Gastartikel mit haarsträubenden und provokativen Themen über ein heißes Thema zu schreiben und schon redet die ganze Welt tagelang über die Website. Techcrunch hat das dieser Tage in Perfektion vorgeführt. Der Gastartikel (”Why Advertizing is Falling on the Internet“) propagiert nichts weniger als das Ende von Internet-Werbung und eigentlich sogar der gesamten Werbung überhaupt.

Eigentlich sollte die Welt so einen Schwachsinn einfach ignorieren. Aber der Zeitpunkt (weltweite Einbrüche bei den Werbeeinnahmen) und der gute Ruf der Website (Techcrunch) führen dazu, dass die übernervöse Branche nahezu hysterisch auf den Artikel reagiert. Jeder, der was auf sich hält fühlt sich berufen (Beispiel:  For Your Sunday Bullshit Reading: Search Ads Are “Misdirection” Advertising), etwas zu dem Artikel zu sagen. Und so gibt es vor allem einen Gewinner: Techcrunch mit massenhaft extra Traffic und Links. Außerdem ist man überall Thema Nr. 1 für ein paar Tage. Respekt. Gelungener Link-Baiting-Coup.

24. März 2009, 9:46 Uhr

Google, Yahoo und Microsoft haben sich darauf geeinigt, Websitebetreibern ein Tool an die Hand zu geben, um mit dem Duplicate-Content-Problem besser zurecht zu kommen: Mit einem einfachen

<link rel=”canonical” href=”http://www.beispiel.de/die-relevante-url-dieser-seite.html” />

im Header einer HTML-Datei teilen wir den Suchmaschinen-Crawlern nun mit, welche URL die bevorzugte URL für eine Seite ist.

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14. Februar 2009, 15:26 Uhr