Darauf habe ich schon so lange gewartet, dass sich schon gar nicht mehr daran geglaubt habe: Google hat endlich begriffen, dass eine Custom Search Engine nur etwas bringt, wenn ich damit auch ALLE Inhalte einer Website zuverlässig finden kann. Was bringt mir und den Usern eine Suchfunktion, die vorhandene Inhalte nicht findet, weil der Google-Algorithmus sie nicht für wichtig hält und deshalb nicht in den Index aufnimmt?

Jetzt hat Google das geändert: Alle Seiten, die in einer Google Sitemap gelistet sind, werden auch in den Index aufgenommen und sind so über die Custom Search auffindbar. Wer da jetzt gleich an einen genialen SEO-Trick denkt, um endlich alle seine Seiten in den Google-Index zu bekommen, den muss ich allerdings enttäuschen. Google stellt klar, dass die zusätzlichen Seiten nur in einen speziellen Index aufgenommen werden, der ausschließlich für die Custom Search Engine verwendet wird.

Trotzdem behaupte ich, dass Google da auch Hintergedanken hat: Denn über die Custom Search kann Google wohl auch beobachten, welche (nicht im Hauptindex enthaltenen) Seiten häufig bei welchen Such-Keywords angesurft werden. Ist es da zu weit hergeholt wenn ich annehme, dass Google diese Daten nicht auch zur Verbesserung seines Hauptindexes nutzt?

9. May 2008, 10:15 o'clock

Fundstück von der Kontakt-Seite der David-Byrne-Website (ex Talking Heads), auf der mehrere verschiedene Kontakt-E-Mail-Adressen angegeben sind:

Please use only ONE of these contacts —
do not send the same enquiry to more than one address,
or risk ripping a hole in the fabric of the space/time continuum,
not to mention reducing the probability of receiving a reply.
Thanks for your understanding!

Wie hilft uns das beim Thema SEO weiter? Nun, der User lacht herzlich und die Website prägt sich im Gedächtnis der Besucher ein. Mission Accomplished :-) Und das mit einer simplen Kontakt-Seite. Wahrscheinlich wollten die Macher der Site nur witzig sein und Aufmerksamkeit für ihr (berechtigtes) Anliegen schaffen. Erreicht haben sie viel mehr als das.

26. April 2008, 21:20 o'clock

Bisher hat mich Alexa überhaupt nicht interessiert. Was sollten Zahlen, die auf Zugriffszahlen von Leuten basieren, die eine reichlich überflüssige Toolbar installiert haben? Funktioniert nicht am Mac. Läuft nur auf Rechnern von Leuten, die unsinnige Toolbars installieren - das sind nicht vorwiegend die Leute, für die ich mich auf meinen Websites interessiere. Läuft tendenziell nur auf Technik-zugewandten Leuten, ganz sicher aber nicht bei Rentnern, Kindern und eine Vielzahl anderer Zielgruppe, die so in den Alexa-Zahlen massiv unterrepräsentiert sind. Reichlich aussagelose Zahlen also.

Offenbar hat Alexa (gehört übrigens zu Amazon) da jetzt auch gemerkt und angekündigt, für die Ranking-Berechnungen zusätzliche Datenquellen einzusetzen, ohne diese allerdings genauer zu benennen. Aber immerhin scheint Alexa diese Änderung so wichtig zu sein, dass sie auch ältere Datenbestände nach dem neuen Schema nachberechnen wollen.

Beobachten lohnt sich also. Vielleicht gibt Alexa doch noch einen brauchbaren Dienst ab bei der Beurteilung, wie populär eine Website bei den Usern ist. Schließlich gibt es für kleiner Websites, die nicht IVW- oder Nielsen-Netratings-gezählt sind, sonst keine vernünftige Datenquelle für diesen Zweck.

21. April 2008, 9:01 o'clock