• Autor: Franz Neumeier
  • Datum: 30. Juni 2008
  • Kategorie: seo-news

Blogspam – Einzelwort-Pingbacks

Netter Versuch, den Techbanger.de da gemacht hat: Zuerst habe ich den Link zu meinem Beitrag (Icann beschließt Top-Level-Domain-Revolution) in seinem Blogposting gar nicht gefunden. Aber woher kam dann der Pingback-Kommentar? Beim genauer Hinschauen wurde mir klar, was da los ist: Der liebe Blogger dort hat nicht etwa, wie sonst üblich, zu einem Aspekt EINE Quelle zitiert/verlinkt, sondern jedem einzelnen Wort einen eigenen Link zugewiesen. So generiert er mit der Phrase „frei wählbare Domain-Endungen eingeführt“ erstaunliche 5 (!) Links zu unterschiedlichen Blogs, die sich mit dem Thema befassen. So bekommt er natürlich jede Menge thematisch relevante Inbound-Link. Die verlinkten Blog-Beiträge dagegen haben nicht allzu viel davon, ist der Linktext doch jeweils eher unsinnig – Was habe ich schließlich davon, wenn mein Icann-Beitrag mit dem Link-Text „frei“ oder „wählbare“ verlinkt ist?

Zumindest bei mir funktioniert’s leider nicht, lieber Techbannger. Sorry. Und Google wird das auch irgenwann spitz kriegen, und dann schlägt der Spamfilter zu.

Okay, für Kreativität gebe ich trotzdem einen Link zu dem Techbanger-Beitrag – damit sich jeder ein Bild von seiner „genialen“ Idee machen kann. Aber nur einen nofollow ;-)

  • Comments: 2

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2 Kommentare zu “Blogspam – Einzelwort-Pingbacks”


  1. Robert
    on Jul 1st, 2008
    @ 7:22

    Also diese Idee ist nicht neu und ich kenne sie auch nicht als spam. wenn einige bekanntere blogs über ein thema schreiben, so wird das manchmal als stilmittel eingesetzt, um quasi die breite der beiträge zu zeigen (auch einige „alpha-blogs“ verwenden das hin und wieder bzw haben das getan).

    Wenn mans rein aus SEO-Sicht sieht, dann ist es natürlich spam :).


  2. Franz
    on Jul 2nd, 2008
    @ 8:35

    Auch wenn wahrscheinlich keine böse Absicht dahinter steckt – ich halte mich gerne an die von Matt Cutts immer wieder propagierte Regel: Was für den User gut ist, wird auch Google gut finden. Bei dieser Art von Verlinkung wird der User aber zumindest irritiert, weil die Verlinkung einfach undurchsichtig und willkürlich erscheint. Sprich: Der User nimmt sehr wahrscheinlich gar nicht wahr, dass es sich bei einem solchen „Link-Block“ um mehrere verschiedene Links handelt, und zudem ist eben auch der Link-Text reichlich unsinnig, wenn jeweils nur ein Wort ohne Sinnzusammenhang verlinkt wird.
    Ich denke, wenn man zeigen will, wie vielfältig ein Thema in anderen Blogs behandelt wird, gibt es deutlich einleuchtendere und für den User verständlichere Varianten als diese.

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