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	<title>Kommentare zu: Datenschutz &#8211; ein Plädoyer für Offenheit</title>
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	<description>Webdesign, Webhosting, Social Media, SEO</description>
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		<title>Von: Ulrich</title>
		<link>http://www.ceterumcenseo.net/datenschutz-offenheit/comment-page-1/#comment-4645</link>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 11:58:45 +0000</pubDate>
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		<description>Völlige Zustimmung. Das Modell der Offenheit und Diskussionkultur setzt allerdings auch die Bereitschaft der gewählten Politiker voraus, diese zuzulassen und entsprechend den Ergebnissen zu handeln - Stichwort mehr Basisdemokratie. Etwas, das hierzulande - in meinen Augen - nicht im großen Ausmaß zu erkennen ist. Stattdessen gewinne ich eher den Eindruck, dass in Politikerkreisen die Meinung herrscht, das Volk vor sich selber schützen zu müssen. Was bleibt also noch?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Völlige Zustimmung. Das Modell der Offenheit und Diskussionkultur setzt allerdings auch die Bereitschaft der gewählten Politiker voraus, diese zuzulassen und entsprechend den Ergebnissen zu handeln &#8211; Stichwort mehr Basisdemokratie. Etwas, das hierzulande &#8211; in meinen Augen &#8211; nicht im großen Ausmaß zu erkennen ist. Stattdessen gewinne ich eher den Eindruck, dass in Politikerkreisen die Meinung herrscht, das Volk vor sich selber schützen zu müssen. Was bleibt also noch?</p>
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		<title>Von: Franz</title>
		<link>http://www.ceterumcenseo.net/datenschutz-offenheit/comment-page-1/#comment-4643</link>
		<dc:creator>Franz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 11:33:16 +0000</pubDate>
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		<description>... was dann genau das Gegenteil der Offenheit wäre, die ich mir wünsche. In einer idealen Welt wäre alles ganz einfach: Jeder tritt im Web unter seiner echten Identität auf. Das würde Verantwortung für das Getane und Geschriebene fördern, Pöbeleien und Schlimmeres reduzieren und insgesamt der Offline-Welt näher kommen. Leider ist die Welt nicht ideal, so dass ich aus Rücksicht auf viele, die auf Anonymität angewiesen sind, diese Forderung nicht wirklich aufstellen will. Die Anonymität, die Regimekritikern im Iran das Leben retten, läßt sich halt leider auch mißbrauchen, so dass wir uns mit der Realität arrangieren müssen. Und da sind wir uns absolut einig: Mit Gesetzen und Vorschriften, die zum Ziel haben, etwas im Netz zu verbieten, erreichen wir dieses Ziel nicht. Wohl aber mit einer Offenheit und Diskussionskultur, die keine Säue durchs Dorf treibt, sondern verantwortungsvoll mit dem Thema Datenschutz umgeht; verantwortungsvoll vor allem in Hinblick auf die Individualität und Freiheit jedes Einzelnen, ohne Prinzipienreiterei zu betreiben; verantwortungsvoll bei der Differenzierung von Interessen: Nur damit kommerzielle Anbieter wie G. und F. noch mehr Daten sammeln und in bare Münze umwandeln können, sollte der Persönlichkeitsschutz nicht preisgegeben werden. Für das generelle Funktionieren des Web und die Entstehung neuer Kommunikationsformen dagegen bin ich viel eher zu Kompromissen bereit. Wie Du am Anfang geschrieben hast: Es kommt auf die Systematik an. Und ich will ergänzen: Es kommt auf die Motivation an. Persönlichkeitsschutz den kommerziellen Interessen einzelner zu opfern ist indiskutabel.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; was dann genau das Gegenteil der Offenheit wäre, die ich mir wünsche. In einer idealen Welt wäre alles ganz einfach: Jeder tritt im Web unter seiner echten Identität auf. Das würde Verantwortung für das Getane und Geschriebene fördern, Pöbeleien und Schlimmeres reduzieren und insgesamt der Offline-Welt näher kommen. Leider ist die Welt nicht ideal, so dass ich aus Rücksicht auf viele, die auf Anonymität angewiesen sind, diese Forderung nicht wirklich aufstellen will. Die Anonymität, die Regimekritikern im Iran das Leben retten, läßt sich halt leider auch mißbrauchen, so dass wir uns mit der Realität arrangieren müssen. Und da sind wir uns absolut einig: Mit Gesetzen und Vorschriften, die zum Ziel haben, etwas im Netz zu verbieten, erreichen wir dieses Ziel nicht. Wohl aber mit einer Offenheit und Diskussionskultur, die keine Säue durchs Dorf treibt, sondern verantwortungsvoll mit dem Thema Datenschutz umgeht; verantwortungsvoll vor allem in Hinblick auf die Individualität und Freiheit jedes Einzelnen, ohne Prinzipienreiterei zu betreiben; verantwortungsvoll bei der Differenzierung von Interessen: Nur damit kommerzielle Anbieter wie G. und F. noch mehr Daten sammeln und in bare Münze umwandeln können, sollte der Persönlichkeitsschutz nicht preisgegeben werden. Für das generelle Funktionieren des Web und die Entstehung neuer Kommunikationsformen dagegen bin ich viel eher zu Kompromissen bereit. Wie Du am Anfang geschrieben hast: Es kommt auf die Systematik an. Und ich will ergänzen: Es kommt auf die Motivation an. Persönlichkeitsschutz den kommerziellen Interessen einzelner zu opfern ist indiskutabel.</p>
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		<title>Von: Ulrich</title>
		<link>http://www.ceterumcenseo.net/datenschutz-offenheit/comment-page-1/#comment-4642</link>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 11:21:13 +0000</pubDate>
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		<description>Wir liegen gar nicht so weit auseinander. Verläumdung ist ja auch gesetzlich verboten und kann belangt werden. In dem Plädoyer werden natürlich viele verschiedene Punkte angesprochen. Eine allgemeines Grundlagenproblem, das sich für mich herauskristalliert ist die Globalisierung, mit deren Herausforderung Politiker meiner Meinung nach nicht schritthalten - Stichwort: Der von dir beschriebene “Finanzberater aus Nigeria&quot;. Diese Hürde gilt es zu nehmen. Im &quot;schlimmsten Fall&quot; wird ein Rückschritt in national abgesteckte Datennetzgrenzen stattfinden, vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an BTX. Identifizierung über den Telefonanschluss. Wer dann Informationen einstellen will, beantragt eine Lizenz bei einer Online-Behörde. Fertig ist der Schuhkarton. Internationale Angebote können natürlich von jeden abgerufen werden, nachdem diese einen staatlichen Prüderie- und Unbedenklichkeitesfilter durchlaufen haben. Vermutlich würde ein Großteil der Bevölkerung eine solche Lösung sogar begrüßen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir liegen gar nicht so weit auseinander. Verläumdung ist ja auch gesetzlich verboten und kann belangt werden. In dem Plädoyer werden natürlich viele verschiedene Punkte angesprochen. Eine allgemeines Grundlagenproblem, das sich für mich herauskristalliert ist die Globalisierung, mit deren Herausforderung Politiker meiner Meinung nach nicht schritthalten &#8211; Stichwort: Der von dir beschriebene “Finanzberater aus Nigeria&#8221;. Diese Hürde gilt es zu nehmen. Im &#8220;schlimmsten Fall&#8221; wird ein Rückschritt in national abgesteckte Datennetzgrenzen stattfinden, vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an BTX. Identifizierung über den Telefonanschluss. Wer dann Informationen einstellen will, beantragt eine Lizenz bei einer Online-Behörde. Fertig ist der Schuhkarton. Internationale Angebote können natürlich von jeden abgerufen werden, nachdem diese einen staatlichen Prüderie- und Unbedenklichkeitesfilter durchlaufen haben. Vermutlich würde ein Großteil der Bevölkerung eine solche Lösung sogar begrüßen.</p>
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		<title>Von: Franz</title>
		<link>http://www.ceterumcenseo.net/datenschutz-offenheit/comment-page-1/#comment-4641</link>
		<dc:creator>Franz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 09:57:30 +0000</pubDate>
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		<description>&gt;Ich finde es immer wieder erstaunlich,
&gt;wie die Trennlinie zwischen Offline- und Online gezogen wird.

Ich finde schon dass diese Trennung bis zu einem gewissen Grad gerechtfertigt ist. Wenn mir offline jemand mit einer Schwarzen Kapuze über dem Gesicht begegnet, dann weiche ich auf der Straße aus und gebe ihm garantiert nicht meine Visitenkarte. Wenn online Menschen völlig anonym auftreten, erwartet plötzlich alle Welt, dass man sich da anders verhält. Das Problem ist doch, dass ich - zumindest gefühlt - offline eine gewisse Kontrolle darüber habe, was passiert. Wenn ich in München am Marienplatz spazieren gehe, dann ist es doch ziemlich unwahrscheinlich, dass mich dabei ein &quot;Finanzberater&quot; aus Nigeria beobachtet. Im Internet habe ich darauf keinen Einfluß. Insofern ist es glaube ich schon eine ganz andere Qualität, ob man über offline oder online spricht.

Wo ich Dir absolut zustimme ist, das Zufall und Systematik einen ganz großen Unterschied macht. Oft ist aber nur schwer auseinanderzuhalten, wann die Systematik beginnt. Und wann Systematiker zufällig entstandene Daten nachträglich systematisch für sich nutzen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;Ich finde es immer wieder erstaunlich,<br />
&gt;wie die Trennlinie zwischen Offline- und Online gezogen wird.</p>
<p>Ich finde schon dass diese Trennung bis zu einem gewissen Grad gerechtfertigt ist. Wenn mir offline jemand mit einer Schwarzen Kapuze über dem Gesicht begegnet, dann weiche ich auf der Straße aus und gebe ihm garantiert nicht meine Visitenkarte. Wenn online Menschen völlig anonym auftreten, erwartet plötzlich alle Welt, dass man sich da anders verhält. Das Problem ist doch, dass ich &#8211; zumindest gefühlt &#8211; offline eine gewisse Kontrolle darüber habe, was passiert. Wenn ich in München am Marienplatz spazieren gehe, dann ist es doch ziemlich unwahrscheinlich, dass mich dabei ein &#8220;Finanzberater&#8221; aus Nigeria beobachtet. Im Internet habe ich darauf keinen Einfluß. Insofern ist es glaube ich schon eine ganz andere Qualität, ob man über offline oder online spricht.</p>
<p>Wo ich Dir absolut zustimme ist, das Zufall und Systematik einen ganz großen Unterschied macht. Oft ist aber nur schwer auseinanderzuhalten, wann die Systematik beginnt. Und wann Systematiker zufällig entstandene Daten nachträglich systematisch für sich nutzen.</p>
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		<title>Von: Ulrich</title>
		<link>http://www.ceterumcenseo.net/datenschutz-offenheit/comment-page-1/#comment-4640</link>
		<dc:creator>Ulrich</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 12:00:53 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie die Trennlinie zwischen Offline- und Online gezogen wird. Geltendes Gesetz kennt hier keine Unterscheidung. Zum &quot;bösen&quot; Social-Media: &quot;Oh my God!&quot; Ich bin auf einem Bild im Flickr-Universum ;).... Ganz nebenbei lassen demokratisch gewählte Volksvertreter Telefondaten von ihren Bürgern aufzeichnen und leiten persönliches an irgendwelche USA-Behörden weiter. Und wenn die Regierung es nicht schafft, ihre Bürger &quot;nackt auszuziehen und herumzureichen&quot;, übernehmen es die Unternehmen. Einfach mal das Kleingedruckte bei global agierenden Online-Bezahldiensten lesen. Ruhig beim Marktführer anfangen.
Das Problem liegt in der Systematik. Wenn Lieschen Müller im Cafe zufällig ein Bild knippst auf dem ich mit drauf bin und auf Flickr stellt, ist das Pech für mich. Wenn aber ein Innenministerium oder Bezahl- und Suchmaschinen-Diensleister systematisch Daten von mir sammeln, um diese absichtlich für irgendwelche Zwecke zu nutzen, die sich meiner Kenntnis entziehen, ist das mehr als bedenklich. 
Wie erwähnt: Die Systematik macht den Unterschied.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie die Trennlinie zwischen Offline- und Online gezogen wird. Geltendes Gesetz kennt hier keine Unterscheidung. Zum &#8220;bösen&#8221; Social-Media: &#8220;Oh my God!&#8221; Ich bin auf einem Bild im Flickr-Universum ;)&#8230;. Ganz nebenbei lassen demokratisch gewählte Volksvertreter Telefondaten von ihren Bürgern aufzeichnen und leiten persönliches an irgendwelche USA-Behörden weiter. Und wenn die Regierung es nicht schafft, ihre Bürger &#8220;nackt auszuziehen und herumzureichen&#8221;, übernehmen es die Unternehmen. Einfach mal das Kleingedruckte bei global agierenden Online-Bezahldiensten lesen. Ruhig beim Marktführer anfangen.<br />
Das Problem liegt in der Systematik. Wenn Lieschen Müller im Cafe zufällig ein Bild knippst auf dem ich mit drauf bin und auf Flickr stellt, ist das Pech für mich. Wenn aber ein Innenministerium oder Bezahl- und Suchmaschinen-Diensleister systematisch Daten von mir sammeln, um diese absichtlich für irgendwelche Zwecke zu nutzen, die sich meiner Kenntnis entziehen, ist das mehr als bedenklich.<br />
Wie erwähnt: Die Systematik macht den Unterschied.</p>
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