• Autor: Franz Neumeier
  • Datum: 12. Februar 2007
  • Kategorie: seo-news

Die Geheimnisse des King of Link Baiting

Heiße Überschriften sind, kurzgefaßt, das Wundermittel von SEO-Spezialist und Link-Bating-König Andy Hagan (Tropical SEO). Das wohl zur Zeit am wildesten diskutierte Thema der SEO-Szene ist Link Baiting, also die Frage, wie man es anstellt, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viele eingehende Links (Inbound-Link) zur eigenen Website zu bekommen.

Als Knüller hat sich dabei etabliert, möglichst provokative, Aufmerksamkeit heischende Texte und mitreißende Überschriften zu produzieren. Die gute alte „Content is King“-Methode also. Nur in verschärfter Form. Andy Hagan hat jetzt in seinem Blog eine umfassende Link-Bating-Anleitung gepostet, die wirklich für jeden Suchmaschinen-Optimierer ein Leckerbissen ist. Auch wenn die ernüchternde Neben-Botschaft lautet: Link Bating ist harte Arbeit.

Andy zitiert in seinem Beitrag auch Copyblogger, der in seinem Beitrag „10 Sure-Fire Headline Formulas That Work“ ebenfalls ganz konkrete Rezepte für Linkbating veröffentlicht hat. Und natürlich in der Headline zu seinem Beitrag auch gleich die ganze Trickkiste für geniale Überschriften zur Anwendung bringt.

Andy Hagans Artiklen ist absolut lesenswert, ebenso Copybloggers Beitrag. Nicht jeder wird dadurch gleich zum Meister des Linkbating, aber es öffnet ganz sicher das ein oder andere Auge.

Eine kritische Anmerkung sei erlaubt: Als gelernter Journalist wundere ich mich, was da so alles als neuentdeckte Wunder-Weisheit verkauft wird. Auf den Punkt gebracht sind alle diese Tipps nichts anderes als ein Grundkurs in Journalismus. Themen zuspitzen, interessante neue Blickwinkel finden, knackig formulieren etc. Nichts Neues, und die Redakteure der Bild Zeitung, der Münchner Abendzeitung, der Berliner B.Z. oder des Kölner Express machen das in Reinstform jeden Tag, hundertfach. Nicht, dass man die platten Aussagen und oft weit von der Wahrheit entfernten Aussagen dort gut finden muss. Aber nüchtern als Handwerk betrachtet funktioniert das (fast) seit es Zeitungen gibt. (Die ersten Zeitungen legten Wert darauf, nicht zu werten, brachten alle Artikel mit gleichgroßen Überschriften und fortlaufendem Text. Dass man mehr Leser gewinnt, wenn man wertet, sortiert und auf klare Aussagen zuspitzt, merkten die Journalisten-Kollegen allerdings recht schnell. Seitdem sind gute Überschriften und geschickt gewählte Themen das Mittel Nr. 1 wenn es um den Verkauf der Zeitungen am Kiosk geht.)

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