Google scheint auf dem besten Weg zu sein, beim Crawlen von Websites bald auch Texte zu indizieren, die ein einem Bild stehen. Das berichtet Bill Slawski (SEO by the Sea) in seinem Blog-Beitrag “Google on Reading Text in Images from Street Views, Store Shelves, and Museum Interiors“.

Offenbar hat Google einige Patente angemeldet, die beschreiben, wie beim Crawlen von Bildern Informationen ausgelesen werden - beispielsweise den Namen einer Straße aus einem Bild, das unter anderen ein solches Straßenschild abbildet. Im Vergleich dazu ist dann eine einfache Übung, beispielsweise auch die Text-Inhalte eine grafischen Navigationslösung zu erkennen.

Für unverbesserliche Grafik-Button-Fans gibt es also Hoffnung, dass Google in Zukunft auch den Linktext von Links erkennt, die eigentlich gar keinen Text sondern nur Bilder enthalten.

Gefährlich wird es dagegen für SEO-Hazardeure, die gerne mal Spam in Bildern verstecken und in das Alt-Attribut und im für Google sichtbaren Text-Teil der Website ganz harmlose Inhalte platzieren.  Auch bei schlampig und ungenau formulierten Alt-Attributen kann es eng werden.

8. January 2008, 14:13 o'clock

Google hat den so genannten Supplemental Index offiziell beerdigt. Wie Yonatan Zunger im Webmaster Central Blog schreibt, habe man eingesehen, dass die Datenhaltung in zwei verschiedenen Indizes keine sehr gelungene Lösung war. Jetzt finde jede Google-Suche im kompletten Index statt - nicht wie bisher nur in einem Hauptindex und lediglich dann auch im Supplemental Index, wenn der Haupt-Index zu wenig oder nichts hergab.

Das sind gute Nachrichten vor allem auch für kleinere, weniger frequentierte Websites mit gutem Content zu Spezialthemen, die bisher relativ wahrscheinlich im Zweitindex landeten und dadurch deutlich weniger Chancen hatten gefunden zu werden, obwohl sie häufig den besseren, spezifischeren Content bieten können als große, stark frequentierte Websites und Portale.

21. December 2007, 12:47 o'clock

Google’s Matt Cutts fühlt sich offenbar selbst nach monatelangem Predigen immer noch missverstanden beim Thema Paid Links, zu deutsch: Gekaufte Links, bezahlte Textlinks, Text-Anzeigen. Schon 2005 (”Text Links and PageRank“) machte er klar, dass die Suchalgorithmen bezahlte Links entdecken können und Google bezahlte Links nicht gut findet. Trotzdem kocht das Thema immer wieder hoch, wie jetzt wieder in einem Blog-Beitrag (”Selling Links that pass PageRank“) bei Matt Cutts, in dem er Beispiele für problematische Kauf-Links präsentiert.

Selbst Randy Fishkin (SEOmoz) meldet sich heute wieder zu diesem Thema zu Wort (”A Solution to the Paid Link Debate - Sponsored Editorials“) mit einem etwas windig klingenden Vorschlag, das Problem zu lösen.

Welches Problem eigentlich?

Bezahlte Links sind keine wirkliche Qualitätsempfehlung für eine andere Seiten. Die Links existieren nur, weil jemand dafür bezahlt. Warum sollte Google diese Links also berücksichtigen bei der Bewertung der Qualität einer Website? Googles Bewertung basiert stark darauf, wie viele (thematisch passende) Links auf eine Seite zeigen. Spam und andere Tricks verwässern diese Bewertung, also werden sie als negativ betrachtet.

Was offenbar gerne missverstanden wird: Google schreibt mit dieser Regel niemandem vor, dass er keine Links kaufen oder verkaufen darf. Google sagt lediglich, dass keine gekauften Links akzeptiert werden, die sich auf die Bewertung, auf den PageRank einer Website auswirken. Es gibt also ein ganz einfaches Gegenmittel: Gekaufte Links Google-konform als solche kennzeichnen, nämlich mit dem Attribute “rel=”nofollow” oder einen internen Redirect über eine URL, die in der robots.txt vom Crawlen ausgeschlossen ist.

Dumm ist das nur für all diejenigen, die Paid-Link-Tricks für SEO benutzen. Beispiel: Blogger dafür bezahlen, dass sie thematisch passende Blog-Beiträge schreiben und dann - ganz zufällig - auf die Website des Auftraggebers linken, funktioniert damit nur als Traffic-Bringer, aber nicht mehr als Suchmaschinen-Optimierungs-Methode. Und wer das “nofollow” vergisst, riskiert wegen Spam abgestraft zu werden. Zu Recht, wie ich finde.

Und ganz dumm ist es für einen ganzen Industrie-Zweig, der sich darauf spezialisiert hat, anderen Leuten hohe PageRanks für deren Webseiten zu versprechen, indem sie PageRank-Transfers via bezahlter Links vornehmen. Wer sich auf solche Spielchen jetzt immer noch einlässt, ist selbst Schuld.

4. December 2007, 13:52 o'clock