• Autor: Franz Neumeier
  • Datum: 15. Februar 2013
  • Kategorie: wordpress

VG-Wort-Zählpixel: vielversprechendes, neues WordPress-Plugin

VG was? Die VG Wort ist quasi die GEMA der Text-Arbeiter und wer online Texte schreibt, kann sich damit ein kleines Zubrot verdienen. Voraussetzung: Man baut ein VG-Wort-Zählpixel in jeden seiner Online-Text ein. Und da liegt das Problem: Das ist unendlich mühselig. Denn die VG Wort ist leider nach eher so etwas wie ein behäbige Behörde, sodass die technische Umsetzung der Online-Texte-Erfassung nicht gerade optimal ist. Marcus Franke haben sich jetzt aber daran gemacht, ein ziemlich gutes WordPress-Plugin zu bauen, das die Qualen mit dem VG-Wort-Zählpixel deutlich abmildert …

Was genau die VG Wort ist und wie man damit Geld verdienen kann, liest man am besten direkt bei der VG Wort nach. Entscheidend ist: Texte mit mehr als 1.800 Zeichen Länge und einer bestimmten Mindest-Zugriffszahl, selbige die VG Wort jedes Jahr abhängig von den an die Autoren zu verteilenden Einnahmen festlegt, nehmen an der Ausschüttung teil. Die findet einmal jährlich statt und bedenkt alle Autoren mit einem Anteil an den VG-Wort-Einnahmen, die ihre Texte vorab angemeldet haben – bei Online-Texten durch Einbau des Zählpixels und Meldung der Texte in einem Online-Formular (dazu wird man aber erfreulicherweise per E-Mail zum richtigen Zeitpunkt aufgefordert).

Das Nervige ist nun: Man kann sich die Zählpixel als CSV-Datei hunderterweise bei der VG Wort herunterladen (kostenlos) und muss dann jeweils einen individuellen Codeschnipsel in seine Texte einbauen, die so aussehen:

<img src=“http://vg06.met.vgwort.de/na/sfsdfsdf55hlk55hjl“ width=“1″ height=“1″ alt=““> 

Das macht man vorsorglich bei allen Texten, die 1.800 Anschläge (Zählung inkl. Leerzeichen, aber ohne HTML-Code) überschreiten – am Ende des Jahres lässt man sich dann überraschen, welche Texte die nötigen Zugriffszahlen für die Ausschüttzung erreicht haben.

Das VG-Wort-Plugin

Nun aber zum VG-Wort-Plugin WP-VGWORT. Das nämlich macht die ganze Angelegenheit im Einiges einfacher. Es beinhaltet zum Einen eine Zählfunktion für Wörter und Zeichen eines Beitrages und ist dabei sehr präzise, sprich: ignoriert HTML-Code, WordPress-Shortcodes etc. Zum anderen erstellt es ein Custom Field, in das man allerdings nach wie vor manuell den Zählpixelcode eintragen kann.

Allerdings – und vor allem deshalb stelle ich das Plugin hier vor – planen die Entwickler für eine kommende Version auch eine automatische Verwaltung der VG-Wort-Zählpixel. Dann müsste man mutmaßlich nur noch einmal die Liste der Zählpixel an das Plugin übergeben (vielleicht als CSV-Datei?) und das Plugin würde die Verwaltung übernehmen.

Zu guter Letzt: Was mir an WP-VGWORT ebenfalls sehr gut gefällt – es bietet die Option, den verwendeten Feldnamen für das Custom Field individuell anzupassen, welches das Zählpixel enthält. Damit wird es kompatibel zu bereits vorhandene VG-Wort-Plugins beziehungsweise zu selbst gestrickten Custom-Field-Lösungen für das VG-Wort-Zählpixel.

  • Comments: 5

Tags: , ,

5 Kommentare zu “VG-Wort-Zählpixel: vielversprechendes, neues WordPress-Plugin”


  1. Daniel
    on Feb 16th, 2013
    @ 17:06

    Das Einbauen der Zählpixel in den Text finde ich gar nicht so nervig, viel schlimmer ist der ganze Kram, wenn ein Artikel dann die Mindestzugriffszahl erreicht hat. Dann heißt es nämlich Link des Artikels (bzw. Links, wenn es ein mehrseitiger Artikel ist) und den kompletten Artikel in ein Formular der VG Wort zu kopieren und jeweils noch ein paar andere Felder auszufüllen (Art des Artikels, Textkategorie, Eigene Website oder Verlagswebsite usw.). Und das Beste: aus der CSV-Datei mit sagen wir mal 100 Zählpixeln das jeweilige Zählpixel rauszusuchen und den zugehörigen privaten Identifikationscode rüberkopieren.

    Ich glaube echt, die versuchen durch dieses Prozedere die Autoren abzuschrecken!

    Und im vergangenen Jahr blieb zumindest bei mir die Mail der VG Wort aus, dass Artikel die Mindestzugriffszahl erreicht haben, womit ich dann leider auch den Termin für das Melden verpasst hab…


  2. Franz
    on Feb 16th, 2013
    @ 17:16

    Das Nervige ist für mich vor allem, daran zu denken, immer ausreichend Zählpixel-Codes mitzunehmen, wenn ich von unterwegs etwas schreibe. Alles in allem glaube ich aber einfach, dass man das Ganze technisch wesentlich einfacher lösen könnte und eben insbesondere ohne individuellen Zählpixel-Code für jeden einzelnen Artikel, sondern eben einen Autoren-spezifischen Code, in dem man ja dann die Information, um welchen Beitrag unter welcher URL es sich handelt, als Parameter übergeben könnte …


  3. Daniel
    on Feb 16th, 2013
    @ 18:02

    Das hab ich immer ganz gut im Griff mit dem Pixel-Vorrrat: Auf jedem Rechner, an dem ich arbeite, liegt eine CSV-Datei mit Zaehlpixeln :)

    Aber, da stimme ich dir zu, das ganze Verfahren ist furchtbar und lässt sich sicher mit weniger Aufwand für die Autoren abwickeln.

    Ich hab im Januar erstmals für die Sonderausschüttung gemeldet – das geht viel einfacher. Nur Website angeben und wie viele Artikel (0-20,21-60,60-200 usw.). Mal sehen, was dabei rum kommt. Vielleicht spare ich mir künftig den Pixelkram. Leider geht Sonderausschüttung nur, wenn auf der Website noch kein einziges Zählpixel eingebaut wurde…


  4. Franz
    on Feb 16th, 2013
    @ 18:22

    Bei der Sonderausschüttung bin ich mal sehr gespannt, wie viel da überhaupt rumkommt. Ich nehme halt mal an, dass per Pixel gezählte Beiträge mehr bringen. Für die Sonderausschüttung habe ich zwei oder drei Websites gemeldet, auf denen ich schreibe, aber selbst keine Codes einbauen kann. Am ärgerlichsten finde ich allerdings die Websites, die zwar VG-Wort-Zählpixel verwenden (sodass ich sie nicht für die Sonderausschüttung melden kann), in meinen Beiträgen aber nicht *meine* Zählpixel einbauen …


  5. Daniel
    on Feb 16th, 2013
    @ 18:51

    Wir können uns ja nochmal austauschen, wenn wir Erfahrungen mit der Sonderausschüttung haben. Gerade für kleinere Websites, wo sich Artikel schwer tun, die Mindestaufrufzahl zu erreichen, ist die klasse – selbst wenn der einzelne Artikel weniger bringt als ein verpixelter, macht es dann die Menge. Und dann heißt es, alles dafür tun, dass nicht irgendwer mal ein Pixel einbaut ;)

© 2013 Franz Neumeier's "Ceterum Censeo" Blog. Alle Rechte vorbehalten.

Powered by Wordpress and Magatheme by Bryan Helmig.