• Autor: Franz Neumeier
  • Datum: 4. Februar 2007
  • Kategorie: seo-news

SEO – haben Sie ein Ziel in Ihrem Leben?

Manchmal nehmen wir Dinge für zu selbstverständlich. Haben Sie sich schon einmal ehrlich gefragt, warum Sie eigentlich Suchmaschinenoptimierung betreiben oder betreiben wollen? Mögliche Standard-Antworten: „Weil man das eben macht.“, „Weil es nicht schaden kann.“, „Weil ich gut in Suchmaschinen gelistet sein will.“

Okay, alles legitim. Aber ist es auch zielführend? Was wollen Sie denn mit Suchmaschinenoptimierung wirklich erreichen?

Wollen Sie neue Kunden gewinnen, Produkte verkaufen? Oder wollen Sie über Google Adsense und andere Affiliate-Programme indirekt Geld verdienen?

Beide Ansätze bedürfen möglichst viel Traffic, den Google und andere Suchmaschinen Ihnen zuschaufeln. Aber wie Sie Ihre Site für Ihren Zweck optimieren, unterscheidet sich beinahe diametral voneinander, je nachdem, welches der beiden Ziele Sie verfolgen!

Sollen neue Kunden von Ihren Produkten und Dienstleistungen überzeugt werden, muss Ihr Angebot exakt auf die Bedürfnisse der potenziellen Kunden passen. Kommt ein User über Google zu Ihnen, weil er nach Diät-Katzenfutter gesucht hat, sollte er kompetente Fachinformationen, Beratung, Tipps zu Katzen-Ernährung finden und im zweiten Schritt natürlich ein attraktives Angebot für Diät-Futter in Ihrem Online-Shop. Sie müssen also erreichen, dass der Kunde eine Weile auf Ihrer Website bleibt, damit Sie ihn von ihrem Angebot überzeugen können. Affiliate-Werbung, Google Adsense & Co sollten, wenn überhaupt, dann nur dezent eingesetzt werden, weil es den Kunden nur ablenken würde und das Business im schlimmsten Fall jemand anders macht und Sie nur 25 Cent Adsense-Provision abbekommen.

Ganz anders, wenn Sie auf Adsense-Umsätze aus sind: Machen Sie den User mit Ihrem Informationsangebot rundum glücklich und binden ihn an ihre Website, wird er tendenziell zufrieden sein und nicht mehr weiter suchen – sprich: auch nicht auf die Anzeigen und Banner klicken. Eine Adsense-optimierte Site sollte also gute, solide Information bieten (schon, um mit der Site entsprechend gutes Listing bei Suchmaschinen zu bekommen), letztlich den User aber leicht unbefriedigt lassen. Denn was wird ein User tun, der angefixt ist, aber nicht wirklich weiter kommt? Entweder, er geht zu Google zurück und probiert eine andere Website aus – das ist dann Pech und gibt Anlaß dazu, die Website etwas spannender zu gestalten. In jedem Fall sollten Sie eine auffällige Google-Suchfunktion in Ihre Webseiten einbauen, damit der User von ihnen aus bei Google sucht und Sie vielleicht zumindest an Adklicks in den Suchergebnissen partizipieren. Mit etwas mehr Glück aber sucht der User auf Ihrer Site nach einem bequemen und vielversprechenden Ausweg, und das ist (hoffentlich) eine gut formulierte, passende Adsense-Anzeige. Bingo. Ziel erreicht.

Tatsächlich kann ich dieses Phänomen beim Vergleich einiger eigener Websites deutlich beobachten. Überall dort, wo ich eher halbherzig Informationen bereitstelle und die Site als Versuchsballon dient, sind die Klickraten auf Anzeigen deutlich höher als auf Sites, die mir sehr am herzen liegen und auf denen ich den Content liebevoll pflege. Auch die Aufenthaltsdauer der User ist auf letzteren Sites deutlich höher. Eigentlich paradox, dass gerade die eher lieblos betriebenen Sites Klickraten von 3-5 Prozent haben, während die wirklich guten, informativen Websites lediglich 1-2 Prozent Klickrate abliefern. Andererseits ist eben die lange Verweildauer auf den „guten“ Sites auch die beste Chance, Kundenbindung zu erzeugen und eigene Leistungen an den Mann/Frau/User zu bringen.

Ein paar interessante Links zu diesem Thema:

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