• Autor: Franz Neumeier
  • Datum: 5. Januar 2010
  • Kategorie: wordpress

10 geniale WordPress-Plugins

Es wird mal wieder Zeit, ein paar wirklich geniale WordPress-Plugins vorzustellen. Jeder kennt das: Man quält sich durch eine lange Listen von Plugins, um ein Problem zu lösen – und die meisten haben irgend eine Macke, die einen letztlich davon abhält, sie zu benutzen.

Meine persönliche Favoriten-Liste an WordPress-Plugins, die (bis auf eine Ausnahme) meinen Härtetest bestanden haben: Adminimize, Amazon Machine Tags, Antispam Bee, Code Highlighter, Page Tagger, Pending Review Notify, Psychic Search, Sideblog, Twitter Tracker, Widget Logic.

1. FV Code Highlighter

Es klingt nach einem relativ trivialen Problem, aber in einem Blogbeitrag ohne große Umstände Codezeilen einzufügen, die für den Leser lesbaren, farblich codierten Programm-Code anzeigen ist schwieriger als man zunächst annimmt. Ich habe einige Plugins durchprobiert und bin immer wieder an Grenzen gestoßen – immer wieder gab’s Code, der dann eben doch wieder nicht dargestellt wurde und wo WordPress dazwischenfunkt und Programmcode löscht oder verändert. FV Code Highlighter löst dieses Problem – soweit ich das bisher gesehen habe – vollständig und ohne weiteren Ärger, auch bei gemischtem Code wie in diesem Beispiel:

{code type=HTML}

<head>

<?php

if ($variable == „irgendwas.pdf“) {

?>

<script language=“JavaScript“>

<!–

var time = null

function move() {

window.location = ‚http://www.irgendwo.com/irgendwas.pdf‘

}

//–>

</script>

</head>

{/code}

2. Adminimize

Für alle Blogs, in denen auch Autoren mitschreiben, die sich weder mit den WordPress-Details auseinandersetzen wollen noch sollen, gibt es Adminimize: Mit dem Plugin kann der Administrator des Blogs für jeden User individuell das WordPress-Admin-Menü auf die tatsächlich benötigten Funktionen reduzieren. Im Extremfall soweit, dass der Autor nur noch die Menüpunkte Artikel Erstellen und Artikel bearbeiten sieht. Die Einstellmöglichkeiten gehen granular bis ins letzte Detail.

Adminimize ist damit auch besonders geeignet für Blogs, in denen DAUs (nicht böse gemeint) ihren Beitrag leisten sollen, ohne sich in den Menüs zu verirren und ohne Schaden anzurichten. Vor allem, wer WordPress-Blogs für Kunden administriert, wird dieses Plugin lieben.

3. Flinders Pending Review Notify

Ebenfalls eine schöne Arbeitserleichterung für Blogs mit vielen Autoren ist Flinders Pending Review Notify. Sobald ein nicht Publish-berechtigter Autor einen Beitrag fertiggestellt und auf den Status „Pending Review“ gesetzt hat, bekommt der Blog-Admin eine E-Mail-Benachrichtigung. So lassn sich Beiträge viel schneller begutachten und veröffentlichen, ohne dass der Autor manuell eine E-Mail schrelben oder der Admin ständig das Dashboard auf neue Beiträge prüfen muss.

4. Sideblog

Eines meiner persönlichen Lieblings-Plugins: Mit Sideblog lassen sich Beiträge auch individuell definierbaren Kategorien aus dem normalen Loop herausnehmen und statt dessen in der Sidebar darstellen. Hervorragend geeignet, um beispielsweise News von tiefergehenden Beiträgen zu trennen oder Themen buchstäblich am Rande zu behandeln, die nicht direkt zum Hauptthema eines Blogs passen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und der Charme liegt darin, dass die im Sideblog dargestellten Beiträge ganz normale Blogbeiträge sind und somit keine separate Behandlung benötigen.

Sinnvoll ist Sideblog zusammen mit Widget Logic, da es beispielsweise auf Suchergebnisseiten aus logischen, wenn auch nicht auf den ersten Blick erkennbaren Gründen keine Beiträge anzeigen kann. Mit Widget Logic kann man das Sideblog dann auf solchen Seiten einfach ausblenden.

5. Widget Logic

Eine traumhaft elegante und leichtgewichtige Variante für das individuelle Anpassen von Sidebar-Widgets stellt Widget Logic dar. Das Plugin fügt nämlich jeden Sidebar-Widget einfach eine zusätzliche Option hinzu, über die sich genau festlegen läßt, wann und wo dieses Widget angezeigt wird. So läßt sich beispielsweise auf der Startseite ein anderes Widget anzeigen als auf Seiten oder Einzel-Blogpostings. Oder das Sideblog auf Suchseiten ausblenden. Die Anwendungsmöglichkeiten sind enorm vielfältigund Widget Logic ist vielleicht eines der mächtigsten WordPress-Plugins überhaupt, wenn es um die individuelle Anpassung von WordPress geht.

Noch ein Highlight: Widget Logic baut kein aufwändiges eigenes System auf, um Widgets ein- und auszublenden. Es stützt sich einfach auf die in WordPress vorhandenen Möglichkeiten. Man nutzt in der Widget-Logic-Option zum jeweiligen Widget einfach die Conditional Tags von WordPress und muss damit weder eine umfangreiche Optionen-Liste pflegen noch neue, Plugin-spezifische Tags lernen.

6. Page Tagger

Simpel und wirkungsvoll: Page Tagger erlaubt es, Seiten in WordPress genau wie Artikel-Tags zuzuweisen. Mir persönlich war noch nie klar, warum WordPress das nicht von Haus aus kann, aber Page Tagger löst das Problem unkompliziert. Die Page-Tags tauchen dann beispielsweise auch im Tag Cloud Widget auf.

7. Twitter Tracker

Sicher kein Must-have, aber ein nettes Feature: Twitter Tracker bindet aktuelle Tweets ein, basierend auf einem Suchbegriff oder Hashtag. Für themenspezifische Blogs kann das eine schöne Bereicherung sein, wenn in der Sidebar aktuelle Tweets zum Blog-Thema mitlaufen – das mache ich zum Beispiel gerade mit Tweets zum Keruzfahrtschiff Oasis of the Seas in meinem Kreuzfahrt-Blog. Schade nur, dass Twitter noch kein Filtern nach Sprachen ermöglicht; auf die spanischen Tweets würde ich gerne verzichten.

Kombiniert mit Widget Logic läßt sich mit Twitter Tracker beispielsweise auch zu jeder Themen-Kategorie ein separater Twitter-Stream einbauen.

8. Psychic Search

Mit etwas Vorsicht und Zurückhaltung schreibe ich über Psychic Search – nicht weil es nicht gut wäre, sondern weil ich es erst seit ein paar Tagen im Einsatz habe, und weil eines der Features bei mir nicht läuft. Die Idee ist, User in ihrem Suchverhalten zu beobachten und dem Admin Daten dazu zu liefern. So läßt sich beispielsweise sehr schön feststellen, welche Themen den User aktuell interessieren. Als User-generierte Themenvorschlags-Liste also ein sehr interessantes Tool.

Meine Zurückhaltung bei diesem Plugin rührt zum Einen daher, dass man das Plugin unter Angabe der E-Mail-Adresse aktivieren muss (einfach ungewöhnlich, aber natürlich nicht per se schlecht). Zum Anderen daher, dass ein Feature des Plugins bei mir komplett versagt und zu Fehlermeldungen führt: Dabei soll es möglich sein, dass das Plugin Usern, die über Google auf das Blog stoßen, ähnliche Beiträge basierend auf den Such-Keywords vorschlägt. Spannend, aber wie gesagt: Bei mir gibt’s nur Fehlermeldungen, wenn ich diese Option aktiviere.

9. Amazon Machine Tags

Ein recht spezielles, aber wie ich finde sehr pfiffiges Plugin ist Amazon Machine Tags. Wer in seinem Blog öfter mal Bücher bespricht, holt sich mit diesem Plugin Daten aus der Amazon-API automatisch in die Sidebar, gesteuert über einen zusätzlichen Tag zu dem Beitrag nach dem Muster book:isbn=3551551693. Ein Beispiel, wie das in der Praxis aussehen kann, siehst Du auf dieser Seite bei buchcamp.de

Der Einsatz von Amazon Machine Tags in der Sidebar setzt das Executable PHP Widget voraus, das aber ohnehin viele WordPress-Installationen nutzen und das auch sonst gute Dienste leistet.

10. Antispam Bee

Antispam Bee ist eine schöne Alternative zu Akismet, weil auch für kommerzielle Nutzung kostenlos und ohne Datensammlung, deshalb datenschutzrechtlich unproblematisch. Am wichtigsten aber: Es hilft hervorragend gegen Spam und ist in dieser Hinsicht eine ebenbürtige Alternative zu Akismet. Viel mehr muss man zu diesem Plugin von Sergej Müller eigentlich auch schon nicht sagen.

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