Schande über mich - ich kannte osSEO bis heute nicht. Der “Open Source Search Engine Optimizer” ist bis dato noch nicht sehr populär, kann aber eine Menge. Vor allem liefert die Java-basierte Anwendung etwas, das es sonst nur kostenpflichtig gibt: Statistiken über die Entwicklung Ihrer Sucherergebnis-Rankings Ihrer Website in Hinblick auf frei definierbare Keywords.

Einfach gesagt: Geben Sie osSEO eine Liste von Keywords und die Domain Ihrer Webpräsenz und Sie kriegen eine Auflistung über Ihre Suchmaschinen-Positionierung. Je länger die Anwendung läuft, desto mehr Daten bekommen Sie logischerweise, inklusive übersichtlicher Grafiken und Kurven, wie sich die einzelnen Keywords entwickeln. Und weil osSEO auch mehrere Domains gleichzeitig erfassen kann, lieferte es auf Wunsch auch gleich Infos über Konkurrenz-Websites mit.

osSEO ist eine Java-Applikation und benötigt eine Tomcat-Serverumgebung. Wer sowas nicht auf seinem Webserver zur Verfügung hat, kann das auch recht einfach lokal installieren. osSEO braucht dann aber logischerweise eine ständige Internet-Verbindung, um arbeiten zu können.

28. January 2008, 14:15 o'clock

Nur im weitesten Sinne SEO, aber doch extrem nützlich für den User: Intelligente 404-Error-Pages. Wie oft sind Sie schon auf toten Links gelandet, die von der Beschreibung her exakt das gewesen wären, was Sie zuvor vergeblich gesucht hatten. Und dann kommt nur ein lästiger Error 404. Obwohl Sie sich sicher sind, dass die gesucht Information irgendwo auf dem Server noch vorhanden ist.

Wirklich klasse wäre doch, wenn der Webserver eine etwas intelligentere Antwort  zurück geben würde als nur: Ätsch, 404, Seite gibt’s nicht. Und dann womöglich noch so hilfreiche Kommentare wie “die Seite wurde möglicherweise verschoben” (ach was …), oder ein Link auf die Sitemap (bei Mega-Websites wie Microsoft.com besonders hilfreich …).

Okay, die Lösung lautet: Intelligente 404-Errors. Für Wordpress gibt’s dafür das Ask Apache Google 404 Wordpress Plugin. Es ermittelt aus der fehlerhaften URL Keywords und schickt die an die Google Sitesearch. Das Ergebnis sind ein paar Suchergebnisse vom eigenen Webserver, die thematisch auf das passen könnten, was der User gesucht hat. Nicht perfekt, aber zumindest nach meinen Tests doch ziemlich gut. Jedenfalls dramatisch besser als “404 Page not found”.

Probieren Sie’s doch einfach mal aus, geben Sie http://www.ceterumcenseo.net/supplemental.html ein. Es gibt bei mir zwar einen Blog-Beitrag zu Googles Supplemental Index, aber eben nicht unter dieser URL. Das Plug-in liefert die richtige Seite trotzdem zuverlässig. Das ist benutzerfreundlich - auch wenn’s keinen  direkten positiven Einfluß auf den Google Page Rank hat ;-)

19. January 2008, 17:50 o'clock

Google scheint auf dem besten Weg zu sein, beim Crawlen von Websites bald auch Texte zu indizieren, die ein einem Bild stehen. Das berichtet Bill Slawski (SEO by the Sea) in seinem Blog-Beitrag “Google on Reading Text in Images from Street Views, Store Shelves, and Museum Interiors“.

Offenbar hat Google einige Patente angemeldet, die beschreiben, wie beim Crawlen von Bildern Informationen ausgelesen werden - beispielsweise den Namen einer Straße aus einem Bild, das unter anderen ein solches Straßenschild abbildet. Im Vergleich dazu ist dann eine einfache Übung, beispielsweise auch die Text-Inhalte eine grafischen Navigationslösung zu erkennen.

Für unverbesserliche Grafik-Button-Fans gibt es also Hoffnung, dass Google in Zukunft auch den Linktext von Links erkennt, die eigentlich gar keinen Text sondern nur Bilder enthalten.

Gefährlich wird es dagegen für SEO-Hazardeure, die gerne mal Spam in Bildern verstecken und in das Alt-Attribut und im für Google sichtbaren Text-Teil der Website ganz harmlose Inhalte platzieren.  Auch bei schlampig und ungenau formulierten Alt-Attributen kann es eng werden.

8. January 2008, 14:13 o'clock